Warum kör­perliche Nähe so wich­tig für uns ist

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Berührungen und Nähe sind nicht nur in einer Beziehung ein wichtiger Baustein. Streicheln, Kuscheln und Massagen wirken sich positiv auf das Stresslevel und unser Immunsystem aus.

Warum sind Berührungen und Nähe gut für uns?

Ein wohliges, geborgenes Gefühl bei Berührungen und körper­licher Nähe zu den Liebsten kennt wohl jeder. Doch eine Umarmung bewirkt weitaus mehr: Körperliche Nähe führt zum Beispiel zum Abbau von Stresshormonen und verlangsamt Atmung und Herzschlag. Woran liegt das? Sanfte Streicheleinheiten oder Berührungen und körperliche Nähe aktivieren über Sensoren auf der Haut sogenannte CT-Nervenbahnen. Das Gehirn schüttet daraufhin das Glücks­hormon Oxytocin aus und wir werden zudem empfänglicher für körpereigene Opiate, genau gesagt den Endorphinen.

So wirkt körperliche Nähe

Je mehr Studien diesen Zusammenhang untersuchen, desto grösser wird die Liste an positiven Auswirkungen: Immunsystem stärken, Schmerzen lindern, Ängste und Depressionen behandeln sind nur einige davon. Das ist eigentlich nicht verwun­derlich, denn Berührungen spielen schon von klein auf eine unglaublich wichtige Rolle.

Das Hormon Oxytocin sorgt für Liebe und Treue, dämpft Aggression und fördert Empathie.

Geboren werden

Babys sind auf Zuwendung und engen Körperkontakt angewiesen. Ihre zarte Haut lädt zum Liebkosen, Küssen und Streicheln ein. Das Kuschelhormon Oxytocin fördert den Aufbau einer emotionalen Beziehung. Bekommen Babys verlässlich Liebe zu spüren, entwickeln sie eine sichere Bindung, die Grundlage für ein glückliches Leben ist.

Verliebt sein

Frisch Verliebte sind in einem euphorischen Gefühlsrausch und schweben auf Wolke Sieben. Warum ist das so? Weil das Gehirn mit dem Glückshormon Dopamin überschwemmt wird – einem Botenstoff, der auch bei Sucht eine Rolle spielt und abhängig macht. Das Actionhormon Adrenalin treibt zudem den Puls in die Höhe, mobilisiert die Energiereserven im Körper und steigert die Leistungsbereitschaft während das Glückshormon Endorphin das Schmerzempfinden senkt.

Verbunden sein

Eine dauerhafte Partnerschaft ist kostbar. Oxytocin ist nicht nur fürs Kuscheln, sondern auch für die Bindung zuständig. Es sorgt für Liebe und Treue, dämpft Aggression und fördert Empathie. Der Oxytocinschub nach dem Sex verbindet. Die Beziehung definiert sich als Einheit – als Wir und weniger als zwei Ichs.

Allein sein

Auch wenn in vielen von uns ein kleiner Individualist steckt, der sich unabhängig fühlen will, brauchen Menschen in jedem Alter ein gewisses Mass an Aufmerksam­keit, Stimulation und Zuwendung durch andere. So wird das Bindungshormon Vasopressin bei jeder Berührung freigesetzt. Wem das fehlt, fühlt sich zurückgewiesen und einsam.

Umarmungen für mehr Wohlbefinden

  • Laut einer Studie der Universität Dundee dauert eine Umarmung durchschnittlich 3,17 Sekunden.
  • Die meisten umarmen sich in einer Rechtsbewegung. Forscher zeigen aber, dass eine emotionale, gefühlsbetonte Umarmung eher in einer Linksbewegung erfolgt.
  • Wer auf sich gestellt ist, findet auch andere Wege zu mehr Wohlbefinden: Eine Studie der Hochschule Skövde konnte auch positive Effekte beim Kuscheln mit Hunden feststellen.
  • Nicht jede Berührung ist angenehm: Positiv wirkt körperlicher Nähe nur, wenn man sie selbst auch als ange­nehm empfindet – eine unangenehm überfüllte Strassenbahn dagegen kann leicht zum Albtraum werden.

Quellen:

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