Prämienüberschuss

Zu hoch angesetzte Prämien oder tiefer ausgefallene Leistungskosten führen zu Prämienüberschüssen. Diese lassen wir grundsätzlich in die Reserven einfliessen, um unseren Kundinnen und Kunden möglichst moderate und berechenbare Prämien­erhöhungen zu ermöglichen. In ausserordentlichen Situationen bauen wir unsere Reserven jedoch ab. Dies in Form von Rückzahlungen an die Versicherten, die dadurch von einer tieferen Prämienbelastung profitieren.

Häufige Fragen

Warum kommt es zu Prämienüberschüssen?

Wir setzen die Prämien so an, dass die effektiv zu erwartenden Leistungskosten gedeckt sind. Erwirtschaften wir als Krankenversicherung einen Überschuss, kann dies zwei Gründe haben: Entweder haben wir von unseren Versicherten zu hohe Prämien verlangt oder die Leis­tungskosten sind tiefer ausgefallen, als ursprünglich erwartet bzw. berechnet wurde.

Was passiert mit den überschüssigen Prämien?

In der Grundversicherung müssen positive Jahresergebnisse (Überschüsse) in die Reserven fliessen. Denn das Kranken­versicherungsaufsichtsgesetz (Art. 14 KVAG) schreibt den Versicherern vor, Reserven zu bilden, um die Zahlungs­fähigkeit sicherzustellen. Mit diesen gesetzlich vorgeschriebenen Reserven lässt sich verhindern, dass die Prämien plötzlich in die Höhe schnellen, etwa wenn unerwartet hohe Leistungskosten anfallen oder eine Finanzmarktkrise ausbricht und somit negative Jahresergebnisse resultieren könnten.

Was sind Reserven?

Reserven sind Rückstellungen für schlechtere Zeiten. Sie stellen sicher, dass wir als Krankenversicherung auch in einer Krisensituation alle Rechnungen bezahlen können. Positive Jahresergebnisse fliessen deshalb ebenfalls in die Reserven ein.

Übrigens: Die Reservenbildung bei Krankenversicherern ist per Gesetz vorgeschrieben sind (Krankenver­sicherungsaufsichtsgesetz, Art. 14). Sind die Reserven unter den gesetzlichen Vorgaben, müssen die betroffenen Krankenversicherer die Prämien ihrer Versicherten erhöhen.

In welchen Situationen kommt es zu einer Rückzahlung?

Der Bundesrat hat Mitte 2021 die rechtlichen Vorgaben für den freiwilligen Abbau von Reserven vereinfacht. Er senkt die Mindesthöhe der Reserven und erleichtert damit die Anforderungen für deren Abbau. Damit können wir in besonderen Ausnahmesituationen eine Rückerstattung von Reserven vornehmen. Überdurchschnittliche Kapitalmarkt­gewinne im Jahre 2019 und eine uner­wartet tiefe Kostenentwicklung im Jahre 2020 haben zu einem ausserordent­lichen Reservezuwachs geführt, was eine solche Ausnahmesituation darstellt. Die CSS wird 2022 nebst der knappen Kalkulation der Prämien einen Teil dieser Reserven abbauen und zahlt ihren Versicherten 90 Millionen Franken zurück.

Warum wird das überschüssige Geld im Normalfall nicht zurückbezahlt?

Rückzahlungen sollten die Ausnahme bleiben und nur bei übermässiger Anhäufung der Reserven zurückbezahlt werden. Die CSS legt daher weiterhin den Fokus darauf, Überschüsse in der Grundversicherung für die knappe Kalkulation von Prämien einzusetzen. Diesem Grundsatz werden wir auch in Zukunft treu bleiben. Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden eine möglichst attraktive Prämie anbieten. Deshalb geben wir Überschüsse aus der Grundver­sicherung in den Folgejahren in Form moderater Prämien an die Kunden weiter.

Als Beispiel: Während die Branche per Januar 2021 eine durchschnittliche Prämienerhöhung von 0,5% vornahm, konnte die CSS Gruppe die Prämien im Durchschnitt um 0,9% senken. Die Reduktion der Reserven durch knappe Prämienkalkulation ist in unserem Erachten der sinnvollere Weg, da er alle Versicherten von attraktiven Prämien profitieren lässt.

Wie funktioniert diese Rückzahlung?

Versicherte, die im Jahr 2022 bei der CSS Kranken-Versicherung AG oder der Arcosana AG eine Grundversicherung haben, profitieren von einer Rückerstattung der Reserven. Die monatliche Rückzahlung der Reserven wird Ihrer Monatsprämie direkt abgezogen. Wenn Sie Ihre Prämien zweimonatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich bezahlen, erfolgt die Rückzahlung im gleichen Rhythmus.

Die Solvenzquote der Unternehmen der CSS Gruppe liegt aktuell über dem gesetzlichen Minimum aber unter dem Branchendurchschnitt.

Rückzahlung aus Reserven

90 Millionen für unsere Versicherten

Wir bauen Reserven ab und Sie profitieren in der Grundversicherung von Prämienabzügen.

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