CSS schliesst Geschäftsjahr 2024 mit Gewinn ab

Im Geschäftsjahr 2024 leistete die CSS an verschiedenen Fronten einen Sondereffort. Dies hat sich ausbezahlt. Zum 15. Mal in Folge kann die CSS einen positiven Geschäftsabschluss sowie höhere Prämieneinnahmen vermelden. Sie schliesst das Jubiläumsjahr ihres 125-jährigen Bestehens mit einem Überschuss von 62,7 Millionen Franken ab. Dieser basiert auf einem sehr erfreulichen Ergebnis in der Zusatzversicherung, einer erneut verbesserten Rendite auf den Kapitalanlagen und auf hoher Kostendisziplin. Per 1. Januar 2025 waren rund 1,7 Millionen Kundinnen und Kunden bei der CSS versichert.

Steigende Gesundheitskosten stellten 2024 sämtliche Krankenversicherer vor Heraus­forderungen. Dennoch schliesst die CSS zum 15. Mal in Folge das Geschäftsjahr mit einem Überschuss ab. Im Jubiläumsjahr ihres 125-jährigen Bestehens steigerte sie ihren Gewinn um rund 60 Prozent auf 62,7 Millionen Franken. Die Prämieneinnahmen stiegen um 8,3 Prozent auf 7,564 Milliarden Franken an. Ein überzeugendes versicherungstechnisches Ergebnis in der Zusatzversicherung, eine gestiegene Rendite auf den Kapitalanlagen und konsequente Kostendisziplin bildeten die Grundlage für den positiven Geschäftsabschluss. «Die CSS wirtschaftet auf Basis ihrer Werte, die seit 125 Jahren Bestand haben. Das schafft die Grundlage für Investitionen: in eine neue Produktlinie und in innovative Versorgungsmodelle, die wir gemeinsam mit Partnern lancieren» fasst CEO Philomena Colatrella das vergangene Geschäftsjahr zusammen.

Hohe Leistungskosten in der Grundversicherung

In der Grundversicherung resultiert ein Verlust von 129,2 Millionen Franken. Grund dafür sind die anhaltend steigenden Leistungskosten. Die Finanzmärkte haben sich 2024 hingegen positiv entwickelt: Die Anlagerendite fiel mit 4,7 Prozent höher aus als im Vorjahr. Im Zusatzversicherungsgeschäft beläuft sich der Gewinn auf 190,0 Millionen Franken.

CSS zahlt pro Tag 24 Millionen Franken aus

In der Grundversicherung betrug der Schaden- und Leistungsaufwand 2024 6,25 Milliarden Franken. Pro Arbeitstag zahlte die CSS somit rund 24 Millionen Franken für medizinische Leistungen aus. Das entspricht einer Zunahme von 524,8 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr und einem Anstieg von 9,2 Prozent. Den grössten Kostenblock stellen die Medikamente dar (22,9 Prozent). Dahinter folgen die ambulanten Arztbehandlungen (21,0 Prozent), die stationären (18,3 Prozent) und die ambulante Spitalleistungen (13,0 Prozent).

1,7 Millionen Kundinnen und Kunden

Per 1. Januar 2025 verzeichnete die CSS rund 1,7 Millionen Kundinnen und Kunden; 1,47 Millionen sind bei ihr grundversichert. In der obligatorischen Grundversicherung musste die CSS ausnahmsweise einen Rückgang hinnehmen. Sie konnte diesen aber dank Kundenbindungsmassnahmen auf 60'636 Versicherte begrenzen. Das Berichtsjahr stand somit im Zeichen einer Konsolidierung, die einer langjährigen Wachstumsphase folgte: Die CSS hat seit 2012 rund 280'000 neue Kundinnen und Kunden hinzugewonnen. Um diese Entwicklung fortzuschreiben, hat die CSS im Jahr 2024 eine Reihe von Massnahmen eingeleitet. So liegt die Solvenz per 1. Januar 2025 bereits wieder deutlich über dem gesetzlichen Minimum. Die CSS verbucht das vergangene Geschäftsjahr als erfolgreiches Aufholjahr.

Verwaltungskostensatz in der Grundversicherung erneut gesenkt

Seit 2013 entwickelt sich der Verwaltungskostensatz der CSS positiv. Dies ist auf Effizienzsteigerungs- und Automatisierungsmassnahmen und den sehr sorgsamen Umgang mit Prämiengeldern zurückzuführen. In der Grundversicherung konnte die CSS die Verwaltungskosten um weitere 0,2 Prozentpunkte senken. Sie liegen bei rekordtiefen 3,7 Prozent. Damit gehört die CSS zu den effizientesten Krankenversicherungen der Schweiz. Unter den grossen Versicherern ist sie seit Jahren führend.

Rechnungskontrolle verhindert Ausgaben in Millionenhöhe

2024 hat die CSS erneut in die Prüfung der eingehenden 24,8 Millionen Rechnungen investiert. Dadurch konnten rund 849 Millionen Franken an ungerechtfertigten Ausgaben verhindert werden. Ein wichtiger Pfeiler der Rechnungskontrolle ist die Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs. 2024 bearbeitete das Team 264 Fälle von Versicherungsmissbrauch und falscher Rechnungsstellung. Damit verhinderte die CSS, dass Ärzte, Spitäler sowie Spitex- und Physiotherapie-Anbieter Leistungen im Umfang von über 38 Millionen Franken zu Unrecht bezogen.

Neue Generation von Zusatzversicherungsprodukten

Investiert hat die CSS im Jahr 2024 unter anderem in ihr Produkt-Portfolio. Das Gesundheitswesen verändert sich stetig: Behandlungen erfolgen heute flexibel ambulant, stationär, digital unterstützt oder zuhause. Zudem verliert die traditionelle Unterscheidung zwischen den Abteilungen «halbprivat» und «privat» in den Spitälern an Bedeutung. Mit der neuen Produktlinie «Livo» werden Leistungen im ambulanten, alternativmedizinischen und stationären Bereich in einer Versicherung vereint. Und Livo beinhaltet Gefässe, um innovative Angebote und Leistungen zeitnah aufzunehmen.

Neue Wege in der medizinischen Versorgung

Zusätzlich hat die CSS im vergangenen Jahr in die integrierte Versorgung investiert: Verschiedene Instanzen vernetzen sich und koordinieren die medizinische Behandlung. Gemeinsam mit dem Ensemble Hospitalier de la Côte (EHC) lancierte sie ein innovatives Versorgungsangebot. Das EHC umfasst Akteure aus vierzig verschiedenen Fachrichtungen aus dem ambulanten und dem stationären Bereich. Das stellt eine umfassende Betreuung sicher: von der hausärztlichen Versorgung bis hin zu spezialisierten Spitalleistungen sowie der Pflege.

Die Tabelle zeigt die wichtigsten Kennziffern vom Jahr 2024, Jahr 2023 und der entsprechenden Veränderung.
Wichtigste Kennziffern KVG & VVG
CSS Gruppe (in Mio. CHF)
2024 2023 Veränderung
Verdiente Prämien
7'564 6'983 +8,3%
Schaden- und Leistungsaufwand
7'195 6'633 +8,5%
Kostensatz CSS Gruppe 7,2% 7,2% -
Kostensatz obligatorische Grundversicherung
3,7% 3,9% -0,2 Pp*
Combined Ratio CSS Gruppe 101,1% 101,1%
-
Combined Ratio KVG
102,7% 104,1% -1,4 Pp*
Combined Ratio VVG
93,5% 88,4% +5,1 Pp*
Anlagerendite 4,7% 2,9% +1,8 Pp*
Unternehmensergebnis 62,7 39,1 +60,3%

*Pp = Prozentpunkte


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