Marroni sind lecker und sehr gesund

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Einheimisch, gesund und unwiderstehlich lecker: Marroni stehen auf der Liste nährstoffreicher Snacks ganz oben. Wer auf der Suche nach einem richtig guten Vermicelle ist, macht es am besten selbst.

Regional, lecker und gesund

Dem Duft gerösteter Marroni kann kaum jemand widerstehen, und die gute Nachricht lautet: Zugreifen ist empfehlenswert. «Marroni sind regional, lecker und gesund», sagt Ewa Heimerdinger vom Ernährungsprogramm Uplyfe. Die essbaren Kastanien haben wenig Fett, dafür viel Eiweiss und viele komplexe Kohlenhydrate, die für lang anhaltende Sättigung sorgen – der optimale Snack für einen Energieschub zwischendurch.

Wertvolle Inhaltsstoffe sind

  • B-Vitamine, die gut sind für starke Nerven.
  • Vitamin C, das wichtig ist für die Immunabwehr.
  • Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium, beides wird für den Stoffwechsel benötigt.
Die Nährwerte bleiben gut erhalten, weil Marroni oft nur minimal verarbeitet werden.

Marroni enthalten relativ wenig Kalorien (171kcal pro 100g) und liegen nicht schwer im Magen. Denn der grosse Stärkeanteil macht sie leicht verdaulich. Zudem fördert der hohe Nahrungsfasergehalt die Darmtätigkeit.

Kastanienhain im Nordosten

Im Herbst und Winter gehören Marroni einfach dazu. Sie zählen zu den Edelkastanien, von denen es mehrere hundert Sorten gibt. Was überraschend ist: Edelkastanienbäume gedeihen in der Schweiz nicht nur im Süden. Einer der grössten Haine, Selven genannt, gibt es auf der Alpennordseite in Murg am Walensee: 1850 Bäume, viele davon sind mehr als hundert Jahre alt. Kastanien, die am Boden liegen, darf man für den Eigenbedarf einsammeln.

Comeback als Multitalent

Auch in anderen Schweizer Regionen nördlich der Alpen gab es früher ausgedehnte Bestände, denn Esskastanien waren für die arme Bevölkerung eines der wichtigsten Lebensmittel. Nach und nach verlor das «Brot der Bäume» dann aber an Bedeutung.

Seit sich Konsumenten und Produzenten wieder vermehrt auf Altbewährtes und Einheimisches besinnen, erleben die essbaren Kastanien ein Comeback und werden als Delikatesse gehandelt.

Konsum

Einkaufen

Wer beim Grossverteiler oder auf Märkten Esskastanien kauft, erkennt gute Qualität an einer glänzenden und glatten Schale. Ist sie stumpf, sind die Früchte alt und eingetrocknet. Es sollten zudem keine Wurmlöcher in der Schale sein.

Einfrieren

Frische Kastanien halten bei Zimmertemperatur eine Woche, in einem Plastikbeutel im Kühlschrank einen Monat. Man kann die ungeschälten Kastanien auch einfrieren. Man sollte sie innert sechs Monaten aufbrauchen. 

Alternative bei Zöliakie

Heiss begehrt sind sie in der Schale geröstet, entweder vom Marronistand oder aus dem heimischen Backofen. Oder als Zutat für die unterschiedlichsten Lebensmittel: Polenta und Püree, Honig und Konfi. Es gibt Kastanien-Bier und Kastanien-Kaffee.

Marroni auf dem Teller

Warm geniessen

Im Kombisteamer: Marroni einschneiden, ca. 20 Minuten bei 200 Grad Heissluft mit Dampf backen.
Im Backofen: 30 Minuten im Wasser einlegen, einschneiden und ca. 15-20 Minuten im 200 Grad warmen Ofen (Oben- und Unterhitze) backen.
Kugelgrill: 30 Minuten im Wasser einlegen, auf gelochtes Pizzablech, 10-15 Minuten bei ca. 200 Grad backen.

Vermicelles selber machen

Gekauftes Vermicelles ist oft überzuckert und macht schnell pappsatt. Eine Alternative ist, es selbst zu machen, und das geht ganz leicht:

  1. Wenig Milch aufkochen.
  2. Geschälte und gekochte Marroni, etwas Vanille und eine Prise Zucker beigeben.
  3. Mit dem Stabmixer fein pürieren.
  4. Die kalte Masse, wenn man möchte, mit Cognac oder Kirsch aromatisieren und durch die Vermicelles-Presse drücken.

Rezept für lauwarmen Dinkel-Marroni-Salat

Zutaten (für 2 Personen)
  • ca. 2,5dl Gemüsebouillon
  • 125g Dinkelschrot
  • 150g tiefgekühlte Marroni
Für die Sauce
  • 1 EL Apfelessig
  • 1½ EL Gemüsebouillon
  • 1½ EL Rapsöl
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • ½ Zwiebel, fein gehackt
  • 1 - 1½ EL Preiselbeeren aus dem Glas oder Preiselbeerkonfitüre
  • 1 Paar Schweinswürstchen (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Bouillon aufkochen, Dinkelschrot und Marroni dazugeben, 5 Minuten zugedeckt köcheln. Auf der ausgeschalteten Platte 20 Minuten nachquellen lassen. 
  2. Für die Sauce alle Zutaten verrühren, würzen. 
  3. Würstchen in Wasser erhitzen, 10 Minuten ziehen lassen. 
  4. Kurz vor dem Servieren Dinkel und Marroni sorgfältig mit der Sauce mischen, auf Teller verteilen. Mit den heissen Würstchen servieren.

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