Hautalterung: Wie sie sich verzögern lässt

Hautalterung: Wie sie sich verzögern lässt

Hautalterung ist ein natürlicher Prozess, der sich nicht verhindern lässt. Wie schnell die Haut altert, können wir aber beeinflussen. Am wichtigsten ist konsequenter Schutz vor UV-Strahlung schon in jungen Jahren.

Gesunde Haut

Jugendlich frische und faltenfreie Haut gilt als das Schönheitsideal. Jeder und jede hat sich wohl schon gewünscht, diesen Zustand konservieren zu können. Aber das ist unrealistisch. «Dass die Haut altert, gehört zum Leben dazu», sagt der Zürcher Dermatologe Severin Läuchli. Sehr wohl aber können wir schädliche Einflüsse minimieren.

Weshalb die Haut altert

Wie alle anderen Organe unterliegt auch die Haut, unser grösstes Organ, einer natürlichen Alterung. Diese beginnt bereits zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, allerdings noch nicht sichtbar. Ungefähr ab Mitte 30 zeigen sich erste Spuren in Form feiner Fältchen. Prozesse in der Lederhaut (Dermis) sind dafür verantwortlich. Deren Bindegewebsfasern Kollagen und Elastin sorgen dafür, dass die Haut stabil und zugleich dehnbar ist. Diese Fasern werden mit der Zeit aber abgebaut – ein normaler Vorgang. Zudem wird das Unterhautfettgewebe dünner.

Wie Hautalterung sich zeigt

Was sich anfangs noch milde andeutet, wird mit den Jahren immer deutlicher sichtbar. Aus Fältchen entstehen Falten. Hinzu kommt, dass die Talgdrüsen mit zunehmendem Alter inaktiver werden. Deshalb trocknet die Haut schneller aus. Dies im Gegensatz zu jungen Jahren, wo ein Talgfilm immer für Geschmeidigkeit und Feuchtigkeit sorgt. Nachlassende Muskelspannkraft kann zudem ein Grund dafür sein, warum sich Mimikfalten ins Gesicht eingraben, beispielsweise zwischen den Augenbrauen oder um den Mund herum.

Wie Altersflecken entstehen

Dünnere, sprödere und faltige Haut, dies sind typische Anzeichen bei älteren Menschen. Oft kommen noch Altersflecken dazu, Lentigo senilis oder Lentigo solaris genannt. Sie entstehen, so wie Muttermale oder Sommersprossen, durch Pigmentansammlungen in der Oberhaut (Epidermis). Die bräunlichen Flecken sind Folge langjähriger und übermässiger UV-Bestrahlung. Deshalb zeigen sich Altersflecken bevorzugt im Gesicht, aber auch an anderen sonnenexponierten Körperarealen wie auf dem Dekolleté, den Handrücken und Armen. Dies vor allem bei Menschen über 60 Jahren, teils aber auch schon früher.

Was Altersflecken von Alterswarzen unterscheidet

Typisch im Alter sind auch Alterswarzen (seborrhoische Keratose). Sie sehen ähnlich aus wie Altersflecken, haben aber ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Alterswarzen sind leicht erhaben und können am ganzen Körper entstehen. Dass sie auftauchen, ist meistens genetisch bedingt. Ausserdem sind sie immer harmlos und gutartig. Altersflecken hingegen können auf eine bestimmte Form des schwarzen Hautkrebses hindeuten.

Deshalb ist es wichtig:

  • Altersflecken nach der ABCD-Regel im Auge zu behalten (Artikel über Hautkrebs).
  • Wer daran denkt, Altersflecken entfernen zu lassen, sollte sie immer zuerst vom Dermatologen untersuchen lassen, um Hautkrebs sicher auszuschliessen.

Wie sich Altersflecken behandeln lassen

Manche versuchen es mit natürlichen Bleichmitteln wie Schlüsselblumen- oder Brunnenkresse-Extrakt. Doch Vorsicht: Diese Mittel können Unverträglichkeiten und Hautreizungen auslösen. Weitere Behandlungsmethoden sind darüber hinaus Fruchtsäure-Peelings, bei denen die oberste Hautschicht abgeschält wird. Als besonders effizient gelten Laserverfahren, mit denen die dunklen Pigmente zerstört werden. Am besten lässt man sich vorher ärztlich beraten, welche Behandlung in Frage kommt und was danach wichtig ist. So dauert es nach den Peelings und dem Lasern gut zwei Wochen, bis die Haut vollständig verheilt ist.

Wie man Altersflecken vermeidet

Als Faustregel gilt: Je öfter ein heller Hauttyp der Sonne ausgesetzt war, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, später Altersflecken zu bekommen. Wer dies vermeiden möchte, sollte bereits in jüngeren Jahren für ausreichenden Sonnenschutz sorgen.

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So geht's

Was die Hautalterung beschleunigt

Auch hier spielt der vernünftige Umgang mit der Sonne die entscheidende Rolle: «UV-Licht zerstört sehr aggressiv die elastischen Fasern in der Haut», sagt Severin Läuchli. Seinen Angaben nach zeigen sich bei jemandem, der viel Strahlung abbekam, die gleichen Falten 10 Jahre früher wie bei jemandem, der sich konsequent geschützt hat. Und erst einmal geschädigte Haut erholt sich kaum wieder. Selbst spezielle Kosmetika, etwa mit Vitamin-A-Säure, können entstandene Falten allenfalls etwas mildern. Deshalb:

  • Pralle Sonne meiden
  • Sonnencreme auftragen
  • nicht ins Solarium gehen. Auch die Strahlung aus den Röhren lässt die Haut vorzeitig alt aussehen.

Wie man vorzeitigen Falten verbeugen kann

Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen: nicht rauchen, genügend schlafen, sich ausreichend bewegen, wenig Alkohol trinken, ausgewogen essen. Severin Läuchli: «Es gibt Hinweise darauf, dass hochkalorisches, zuckerhaltiges Essen zu vermehrten Entzündungsprozessen im Körper führt, welche die Hautalterung begünstigen.» Antioxidantien aus bestimmten Lebensmitteln wie Früchten, Gemüse oder Nüssen können hingegen einen gewissen, schützenden Effekt vor freien Radikalen haben, welche an der Hautalterung beteiligt sind.

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